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Das Cryobest® Verfahren

Das mehrstufige Tieftemperaturverfahren CRYOBEST® ist eine fortgeschrittene Art der Behandlung während der die Werkstoffe kontrollierten Schwankungen der Temperatur unterzogen werden, welche -180ºC erreichen kann, wobei eine Reihe vorgegebener Stufen durchschritten werden.

Es kann als eine Weiterentwicklung der konventionellen Tieftemperaturbehandlungen angesehen werden. Diese bestehen im Wesentlichen darin, die Werkstoffe während langer Zeiträume Tiefsttemperaturen auszusetzen. Es gibt verschiedene Varianten, aber die Gesamtdauer des Verfahrens überschreitet im Allgemeinen zwei Tage.

Das mehrstufige Tieftemperaturverfahren hat im Wesentlichen zweierlei Vorteile:

  • Die Gesamtbehandlungszeit ist viel kürzer (normalerweise um die 15 Stunden).
  • Die Ergebnisse sind im Allgemeinen besser.

Die Behandlung verändert weder das äußere Erscheinungsbild noch die Abmessungen der Komponenten. Sie wird unter Schutzgasatmosphäre durchgeführt und es gibt keine farblichen Veränderungen oder Oxidation. So ist eine der Eigenschaften der Behandlung, dass sie in der Praxis nicht festzustellen ist. Die erzeugten Veränderungen sind sehr fein und betreffen nur die Mikrostruktur des Werkstoffs.

Das CRYOBEST® Verfahren kann bei einer breiten Palette von Werkstoffen angewendet werden:

  • PM-Stähle und Gussstähle (Baustähle, Werkzeugstähle, Schnellstähle, Edelstähle usw.)
  • Guss
  • Hartmetall
  • Aluminiumlegierungen
  • Bronze, Messing und andere Kupferlegierungen
  • Metalle und Speziallegierungen
  • Keramikwerkstoffe, bestimmte Polymere......

Die Wirkungen bzw. Ergebnisse der Behandlung mit CRYOBEST® hängen vom Werkstoff (und der Anwendung) ab. Hierbei sind Folgende hervorzuheben:

  1. Erhöhung der Beständigkeit gegenüber den verschiedenen Abnutzungsmechanismen.
  2. Höhere Ermüdungs- und Kriechbeständigkeit
  3. Verminderung interner Spannungen und bessere Dimensionsstabilität
  4. Verbesserung der thermischen und elektrischen Leitfähigkeit.

Da es sich um eine Wärmebehandlung handelt, verändert sie dauerhaft das gesamte Volumen des behandelten Werkstoffs. Dies bedeutet, dass eine Komponente oder ein Werkzeug überarbeitet, geschliffen, verändert usw. werden kann, ohne dass dabei Leistungsmerkmale verloren gehen (im Gegensatz zu einer Oberflächenbehandlung oder einer Beschichtung). Nachdem das Verfahren auf einen Werkstoff angewendet worden ist, braucht dieses nicht wieder behandelt zu werden.

Dieses Verfahren ersetzt nicht die üblichen Härtebehandlungen, wenn es auch in gewissen Fällen als eine Verlängerung dieser angesehen werden kann. Zudem ist es mit anderen in der Industrie üblichen Lösungen (PVD-Beschichtungen, Nitrierhärtung usw…) kompatibel und lässt sich gut mit diesen kombinieren.

Es ist wichtig, das CRYOBEST Verfahren (und auch andere, konventionelle Tieftemperaturbehandlungen) nicht mit den Unter-Null-Behandlungen zu verwechseln, bei denen bestimmte Stähle nach dem Härten Temperaturen um die –80 ºC unterzogen werden, um deren Dimensionsstabilität zu verbessern.