Die beim Schmiede- und Umformprozess (kalt und warm) verwendeten Werkzeuge müssen reißfest und ermüdungsbeständig sein. Darum sind sie eindeutige Kandidaten für die Verbesserung ihrer Leistungsmerkmale, wenn sie dem mehrstufigen Tieftemperaturverfahren Cryobest® unterzogen werden.
Die Kalt- und Warmschmiedewerkzeuge sind ein Beispiel für das Potential der Behandlung bei dieser Art von Anwendungen. Obwohl die Warm-Schmiedegesenkenormalerweise nitriergehärtet sind, gibt es Fälle, bei denen es die mehrstufige Tieftemperaturbehandlung ermöglicht, unter Verzicht auf die Nitrierhärtung eine ähnliche Leistung zu erzielen. Der Vorteil liegt darin, dass das Cryobest® Verfahren nur einmal angewendet wird, während das Nitrierhärten jedes Mal durchgeführt werden muss, wenn die Matrize überarbeitet wird. Der größte Nutzen wird jedoch normalerweise erzielt, wenn beide Verfahren gleichzeitig angewendet werden, wie es das Beispiel der Umformreihen für Motorventile zeigt.
Die für diese Art von Arbeiten am häufigsten verwendeten Werkstoffe sind je nach Anwendung Kaltarbeitsstähle, Warmarbeitsstähle, konventionelle Schnellstähle und immer mehr auch PM-Stähle. Es werden auch Güsse, Bronzen und, in bestimmten Situationen, bei denen die Reißfestigkeit kein kritischer Faktor ist, Hartmetall benutzt. Alle diese Werkstoffe sprechen positiv auf das Cryobest® Verfahren an und wenn auch jeder Fall verschieden ist, so gibt es doch zahlreiche Beispiele, die dies bestätigen. Wie bereits erwähnt, ist die Tatsache, dass sich die Behandlung auf den gesamten Werkstoff auswirkt, ein bedeutender Vorteil, da er es ermöglicht, die Werkzeuge zu überarbeiten und auszubessern, wenn es aufgrund der Nutzung erforderlich ist. Zudem wird eine evt. Anwendung von Oberflächenbehandlungen oder PVD-Beschichtungen nicht beschränkt, da es sich um kompatible Verfahren handelt.